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Belgien – MwSt.-Reform auf der Kippe – was heißt das für Ihr Unternehmen?

13. Februar 2026

Das vom „Arizona“-Regierungsteam vorgelegte Mehrwertsteuerreformprojekt befindet sich derzeit in einer Phase der Unsicherheit. Nach einer sehr kritischen Stellungnahme des Staatsrats sieht sich die Exekutive veranlasst, ihren Vorschlag grundlegend zu überarbeiten. Kürzlich fand ein Treffen der Mehrwertsteuer-Experten der Koalitionsparteien statt, wobei die Idee eines vollständigen Neustarts diskutiert wurde. Einige sprechen sich dafür aus, die Grundstruktur des Projekts beizubehalten und anzupassen.

Akt 1 – Das ursprüngliche Programm

Das Regierungsprogramm sah ursprünglich eine strukturelle Reform vor, die zur Herstellung des föderalen Haushaltsgleichgewichts beitragen sollte. Die vorgeschlagenen Maßnahmen waren:

Dieser in seinem Grundsatz einfache Ansatz hätte erhebliche haushaltspolitische Auswirkungen sowie direkte Folgen für die Kaufkraft gehabt; insbesondere bei Gütern und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs.

Akt 2 – Der ausgehandelte Kompromiss

Im Rahmen der politischen Verhandlungen wurde von einer allgemeinen Anhebung der Steuersätze Abstand genommen. Diese wurde durch gezielte Erhöhungen für bestimmte Kategorien von Gütern und Dienstleistungen ersetzt, überwiegend von 6 % auf 12 %, in spezifischen Fällen sogar auf 21 %.

Die wesentlichen vorgesehenen Maßnahmen waren:

Das Inkrafttreten war zum 1. März 2026 vorgesehen.

Akt 3 – Aktueller Stand

Derzeit scheint eine Vereinfachung der Regelung angestrebt zu werden, unter Berücksichtigung sowohl der Reaktionen der betroffenen Branchen als auch der Kritik des Staatsrats. Die vorgenannten Texte werden voraussichtlich nicht in Kraft treten, und der Termin 1. März 2026 erscheint für ein etwaiges neues Projekt inzwischen unrealistisch.

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Stephan Kerff

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